Big sister is watching you

eifersucht

Es wird Herbst auf der Welt. Die freizügigen Mädchen verpacken ihre glattrasierten Schenkel wieder in mehrlagigem Stoff und auch die Herren ziehen sich mittlerweile gern ein Jäckchen über, wenn die Temperaturen des Abends wieder auf einstellige Zahlen zurück fallen. Der Sommer und der Frühling hinterließen ihre Spuren und wie die Pollen der Blumen, haben auch die Hormone ihre Früchte gesät und werden der weilen geerntet. Ja, der Herbst ist die schönste Zeit um ein Pärchen zu sein: Es wird kalt und trist und jede Gelegenheit, sich in ein warmes Nest zu kuscheln wird als willkommene Einladung entgegen genommen.

Es ist schön anzusehen, wenn Menschen sich gefunden haben, sich ergänzen und so zu noch wunderbareren Wesen werden. Jeder kennt das, wenn man frisch verliebten ansieht, wie glücklich sie durch Herbstlaub schlendern und dabei nicht mal Gebrauch der neuen Urbay Decay Palette machen müssen, um diesen rosig-roten Hauch auf ihren Wangen zum erleuchten zu bringen. Und dann gibt es diese andere Sorte Pärchen. Ihr wisst schon, die, die wie in einem Science Fiction Film mit einem Hyperlaser zu einer Person zusammengeschmolzen wurden. Und wie bei dramatischen Geburten von zusammengewachsenen Kindern muss einer sein Leben lassen, damit beide irgendwie existieren können. Diese Pärchen.

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Von Stripperheels und Unter-Drüber-Wäsche

Es beginnt der Mai, wie er immer beginnt: Mit grüneren Bäumen, den ersten Eiskugeln und immer wieder kehrenden Stilfragen. Und es beginnt auch die Zeit der Nicht-Stilfragen, oder auch Unstilfragen, wie sie gerne von einigen genannt werden. Aber womit beschäftigen wir uns hier eigentlich?

Jeder von uns geht gerne raus, erkundet die Straßen, die Stadt, oder die Natur (was zu den weitaus nobleren Zielen gehört) und dabei fallen uns immer wieder die kuriosesten Erscheinungen auf, die wir uns nie allein hätten ausmalen können. Formulierte der Fotograf Tobias Koch es doch so schön mit der Phrase „Menschen, die sich als Fashionblogger verkleiden“, findet man von homosexueller Seite gerne Ausrufe wie „Mini 9/11“ oder die Wortneuschöpfung des Fatalgrads.  Wir reden hier von modischem Bewusstsein, welches von der Mehrheit der nach Eis suchenden Bevölkerung gerne als anstößig, widerwertig oder gar als ekelhaft bezeichnet wird.

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Ich habe gerne recht

Restored nach Servercrash // Ich habe gerne recht. Soviel können wir an sich schon mal stehen lassen. Und es gibt immer mal wieder diese gewissen Momente, in denen ich daran erinnert werde, das mein rechthaberisches Getue manchmal gar nicht so fehl am Platz ist. Nehmen wir als Beispiel mal eine mir blutsverwandte Person, die sich, nach langem hin und her, dazu entschloss, eine neue Wohnung anzumieten. Und wir kennen es alle: Warum gucken wir uns alle IKEA-Kataloge, „Besser Wohnen“-Zeitschriften und Lifestyle-Messen an? Um uns inspirieren zu lassen, wie unser Irgendwann-Traumzuhause mal aussehen „können dürfen müsste“.

Aus irgendwelchen mir unerfindlichen Gründen scheinen Meeresgrund-Türkis und Frosch-frühlings-Lindgrün ein absoluter Trend zu sein. Und so entschied sich auch die mir nahestehende Person für diese Kombination. Ich binde meine Meinung eigentlich eher ungern Menschen penetrant unter die Nase (es sei denn ich kann meinem diabolischen Grammatik-Verbesserungsfetisch nachkommen), aber Wohnfarben (Der freundliche Fachberater der Baumarktkette des Vertrauens wird einem das niemals bestätigen!) sollte man immer drei bis vier Farbtöne heller mischen, als es die Grundfarbe (Also die Packungen, die man fertig abgepackt zu kaufen bekommt.) hergibt. Was im Baumarkt noch von allen Seiten mit Neon-LED-Röhren bestrahlt wird, bekommt seine Leuchtkraft zuhause höchstens durch eine viel zu spärliche Deckenbeleuchtung, sowie ein ohnehin schon durch Gardinen abgedunkeltes Fenster. Rein logisch, dass die Wunschfarbe unter Umständen gleich in eine ganz andere Farbkategorie einzuordnen ist, als sie es noch beim Erwerb war.

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You’re body is a wonderland

yourbodywonderland2

Restored nach Servercrash / Ich traf mich neulich mit meinen Freundinnen zum Eis essen (dass das Treffen nicht wie geplant ablief, tut hier nichts zur Sache) um uns über den neuesten Klatsch & Tratsch auszutauschen, alles Neue im Leben der anderen zu besprechen und darüber zu diskutieren, wie viel Sport man am Abend machen würde, weil man mal wieder ein bis zwei Kilo zugenommen hatte. Und da kam sie auf – eine der Fragen, die bei einer Teenieversion von Sex and the City wohl das Hauptthema gewesen wären: Kann man seinem Partner sagen, dass es er/sie zu viel zugelegt hat? Auch die Serie How I Met Your Mother behandelte das Thema in der Folge um das “Beziehungsbäuchlein” – und wie man es erwarten kann, spaltet das Thema meist in drei Lager:  Die, die es ihrem Partner direkt sagen würden, die, die ihrem Partner subtil versuchen würden, zum Sport zu animieren, und diejenigen, die bemerken, dass ihr Partner zugenommen hat, es aber stillschweigend so hinnehmen. Was allerdings war die beste Variante, um es einem Partner z sagen? Grundlegend können wir zusammenfassen, und dabei waren sich meine Freunde einig: Kann man es dem Partner nicht sagen, läuft etwas falsch. Oder etwa nicht? Wir sollten hierbei unterscheiden, ob es sich um zwei Kilo oder zwanzig handeln. Und, ob man mit einem eher phlegmatischen Menschen zusammen ist, oder einer Sportskanone. Laut einem Zitat eines Bekannten, sollte man seinen Partner so nehmen, “wie man ihn/sie zu Beginn kennenlernte”.

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Taschendrama

Es gibt immer mal wieder diese Tage, an denen jemand etwas sagt, was euch sehr zum Nachdenken bringt. “Als Frau kannst du echt froh sein, eine Handtasche tragen zu dürfen… wir Männer sehen damit immer scheiße aus, deswegen haben wir liebe über-volle Hosentaschen.” Und da kommen wir zum Haken. Ich mag die meisten Handtaschen, außer Clutsches, einfach nicht. Meist sind sie zu klobig, zu verziert, zu groß, zu unhandlich (entweder NUR für die Hand oder NUR zum Umhängen). Im Artikelbild habe ich an vier verschiedenen Tagen jeweils eine Tasche auf Zalando gesucht, die ich ganz ansehnlich, oder einfach nicht ganz zum Kotzen finde und bin überrascht, dass die sich relativ ähnlich sehen. Ob ich nochmal irgendwann von meiner IKEA Tragetasche loskomme und nochmal beim Shoppen wirklich eine Handtasche finde, die mir gefällt? Nächste Woche versuche ich es herauszufinden. Wie schnell findet ihr Handtaschen? Seit ihr genauso schwierig wie ich, was das Thema angeht?

Alice im Drogenland

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Restored nach Servercrash / Es gibt solche Sachen, die in Märchen und Fabeln immer verheimlicht werden. Nehmen wir hier als Beispiel Alice im Wunderland. Die gute Alice versetzt sich selbst (wahrscheinlich mithilfe von  Drogen) ins Wunderland und erlebt dort fantastische Abenteuer. Gestern war Valentinstag und wahrscheinlich ist das auch einer dieser Tage, an denen sich Alice lieber als alles andere mit Drogen ins Wunderland geschossen hätte; obwohl… wenn man darüber nachdenkt… könnte es sein, dass Alice ihre Abenteuer am Valentinstag erlebt? Wann wird man sonst schon von dicken, runden, schlechtangezogenen Eiern namens “Humpty Dumpty” angebaggert? Und jetzt stellen wir uns mal vor, es ist Valentinstag und Alice nähme keine Drogen… ein dickbäuchiger, unattraktiver 42-jähriger Mann, der die kleine 16-jährige Alice anbaggert. Willkommen in der Realität. Aber auch auf anderen Ebenen ist der Valentinstag nicht nur der Boomtag für die Blumenindustrie, sondern auch für das Drogengeschäft. Ich gehe auf meinem Wandertag durch die Welt also weiter durch die Welt und harre an einem kleinen beschaulichen Blumenladen, der irgendwo, inmitten einer verwinkelten Straße einer Großstadt steht; es ist abends, in etwa 20 Uhr und das Blumengeschäft boomt. Ich sehe Türken und Kurden – und keine anderen Menschen. Männer, die vergessen haben, ihrer Liebsten oder dem Bumsdate des Abends etwas zu schenken und nun noch auf die Schnelle versuchen, die Wahrscheinlichkeit auf Versöhnungssex um 30% zu erhöhen. Ich freue mich. Irgendwie wirkt es eigentlich ganz romantisch zu sehen, dass sich einige Männer doch tatsächlich ein wenig ins Zeug legen, um Frauen ein Lächeln ins Gesicht, und ihre Kleider vom Körper zu zaubern.

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