26 games – D wie Dead Rising

Sophie und ihr Freund sitzen vor der XBox 360. Sophie dropped im Spiel eine Bowlingkugel, die daraufhin die Schaufensterscheiben des Geschäfts zerstört. Yade spingt empört auf: “Sophie! Das ist Sachbeschädigung!”
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26 games ist ein Projekt von arrcade.de – jeden Sonntag gibt es einen Buchstaben, der für den Anfangsbuchstaben eines Spiels steht. Egal ob Anekdote, Video, Gedicht oder Gedanke – alles ist erlaubt. Heute: D wie Dead Rising. Ein Spot-On.

Spiele mit Zombies ziehen irgendwie immer. Und immer mehr. Und immer mehr Zombies ziehen hinter einem her. Und plötzlich waren sie unzählig. Einfach viel zu viele. Und wir? Mittendrin. In etwa so kann man die Situation von Chuck Greene beschreiben, dem Protagonisten aus Dead Rising 2, welcher mein Favorit der Reihe ist. Capcom ist mittlerweile bei Teil 3 der Zombie-Schlachtreihe angekommen, welcher gerade (außer in Deutschland) für die Xbox One erscheint. Chuck verdient sein Geld in einer Art Showkämpfe. Auf Motorrädern, welche mit Kettensägen versehen sind, gilt es, in einer Arena möglichst schnell mehr Zombies zu zermetzeln als seine Konkurrenz. Wer gewinnt, kassiert das Preisgeld – das Preisgeld, welches dringend nötig ist, denn Chucks Tochter ist mit dem Zombievirus infiziert und braucht regelmäßig Gegenmittel. Plötzlich: Ein Anschlag. Aus irgendeinem Grund sind alle mit dem Virus infiziert. Wir retten also unsere Tochter und flüchten in das nahegelegene Einkaufszentrum.

Und hierbei geht der Spass erst richtig los, denn das Kaufhaus ist von oben bis unten vollgestopft mit dem besten, was der Zombie-Eintopf so hergibt. Und was ist das beste daran? Wir sind in einem Kaufhaus – und anders als in “Dawn Of The Dead” kann der Protagonist fast alles benutzen, was da so in der Mall rumliegt – da reicht die Palette von E-Gitarren über Skateboards bis hin zu riesigen Styropor-Lippenstift-Dekoartikeln. Auch, oder gerade weil jedes Produkt der Mall nur über eine bestimmte Anzahl an Einsätzen verfügt und danach unbrauchbar wird, wird es während des Spielverlaufs recht interessant, mit was man Zombies noch so alles töten kann.

Typografisch ist das Spiel in sich sehr stimmig. Die Bildschirmaufteilung ist klar gegliedert und nicht überladen, auch wenn man viele Nebenaufgaben zeitgleich überwachen muss (Wann muss ich diesen und jenen Menschen retten? Wann braucht meine Tochter wieder ihr Medikament?). Auch die Steuerung beeinflusst den Spielspass nicht negativ, auch wenn einem erst ab bestimmten Leveln mehr Bewegungsfreiheit in Form von Moves, Aktionen und Combos bereitgestellt wird.

Sofern man Achievement-Jäger ist, ist die Dead Rising Reihe einfach nur ein Muss. In diesem Spiel sind mit unter die verrücktesten Achievments meiner “Videospiel-Karriere” unter gekommen, wie z.B. “Kegeln Sie mit einer Bowlingkugel mindestens 60 Zombies auf einmal um.” oder “Schenke deiner Tochter alle Geschenke, die man in der Mall findet.” – na? Appetit auf das Spiel bekommen? Die Spielreihen sind für die Microsoft-Konsolen erhältlich und auch für die Wii gab es einen Ableger. Alle Zombie-Fans sollten dieses Spiel auf jeden Fall mal gespielt haben.

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